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Doppelpass

leichte Aufgabe (interaktive Aufgaben ) Übersicht
 
Eine Schreibaufgabe, die du nur zusammen mit einem Mitspieler lösen kannst:

Schreibe den Anfang einer erotischen Geschichte und schicke sie an einen Mitspieler mit der Bitte, die Geschichte weiterzuerzählen und an dich zurückzusenden. Dann bist du wieder am Ball... nach einigen Doppelpässen ist eine überraschende Geschichte entstanden, die du hier veröffentlichen sollst.

Viel Doppel-Spaß!


Dauer: 7 Tage    Kamera: Nein    Für: Männer, Frauen, Paare    erstellt: 14.12.2003   
Kategorie 1: literarisch    Kategorie 2: Erlebnisse, Erwischt/Zuschauer   
Adultshop
gelöst  19.12.2013 12:11  


 Achtung Text! Viel Text! :)

 Vorwort

Ich mag diese Aufgabe, ich habe sie in TorD 1 auch schon mehrfach erfüllt, dort wurde sie öfters mal gelöst. Inzwischen liegt sie etwas im Dornröschenschlaf, in TorD 2 wurde sie erst zweimal gelöst... Sie setzt allerdings zwei Dinge voraus, genügend Zeit, und einen passenden Partner (mit genügend Zeit *g). Insofern fand ich die Zuweisung unmittelbar vor Weihnachten etwas ungünstig. Mein Verdacht bestätigte sich dann auch, auf meinen Aufruf im Forum meldete sich niemand. Ich beschloß also die vorwitzige Zuweiserin in die Plicht zu nehmen, und nach einigem Rumgezicke erklärte sie sich bereit mitzumachen. Meine Schreibpartnerin war also tathana. Ob das eine gute Wahl war, müsst ihr entscheiden *g.  Die Sterne **** kennzeichnen den Wechsel zwischen den Verfassern.

 


 

 

Norwegen, Frühjahr 432 v. Chr.

Ragnhild Eiriksdóttir spürte die warmen Strahlen der Sonne auf ihrem Rücken. Sie trug nur einen dünnen Kittel, fast noch zu kalt für das Frühjahr, aber bessere Kleidung konnte sie sich nicht leisten, außerdem wurde ihr beim steilen Aufstieg zu der Hochebene eigentlich immer warm, egal wie kalt es war. Sie hatte den Ort als Kind entdeckt und nutzte ihn seitdem, wenn es ihre Arbeit auf dem Hof erlaubte, vor allem wenn sie allein sein oder nachdenken wollte. Ragnhild erreichte das Plateau und blieb stehen um ihren keuchenden Atmen zu beruhigen. Still und sonnenüberflutet lag die versteckte Bergwiese vor ihr, der kleine See spiegelte die Wolken am Himmel und nicht zum ersten Mal dachte Ragnhild, dass die Schönheit dieses Ortes schon fast etwas Übersinnliches hatte. Sie eilte zu ihrem Lieblingsplatz am Ufer des Sees, legte sich in die Sonne und ließ ihre Gedanken wandern.

Magnus hatte sie gestern schon wieder so seltsam angesehen, das tat er dauernd in letzter Zeit, er starrte sie geradezu an, bis sie sich in ihrem dünnen, viel zu kleinem Kittel fast nackt vorkam. Wenn Sie seine Blicke fast körperlich auf ihrem üppigen Körper fühlte, spürte sie eine wohlige Wärme aufsteigen, die sie bisher in dieser Form noch nicht kennengelernt hatte. Bei dem Gedanken wurde ihr auch jetzt wieder warm, uns sie beschloss sich abzukühlen. Sie zog ihren Kittel über den Kopf, ließ ihn achtlos fallen und rannte nackt ins Wasser. Die Kälte des Bergsees ließ ihren Atem kurz stocken, aber sie war daran gewöhnt, deswegen warf sie sich ohne Zögern ins tiefe Wasser. Sie schwamm ein Stück hinaus, drehte sich auf den Rücken und bemerkte amüsiert, wie sich ihre Brustwarzen in der Kälte aufgerichtet hatten. Plötzlich spürte sie eine Berührung an ihrem Hintern. Erschrocken drehte sie sich um und sah einen Schatten unter ihr im Wasser. Was in Odins Namen war das? Ein Wassergeist? Ragnhild sah noch einmal genauer hin und entspannte sich dann. Es war lediglich ein großer Lachs, der da unter ihr seine Kreise zog. Etwas verwundert, da sie bisher in dem See noch nie Lachse gesehen hatte, aber beruhigt, drehte sie sich wieder auf den Rücken.
Dann spürte sie es wieder. Eine sanfte, fast streichelnde Berührung an ihrem Hinterteil. Das musste der Lachs sein. Aber was bitte sollte das? Sie drehte sich wieder auf den Bauch und hielt das Gesicht ins Wasser um den Lachs zu beobachten. Tatsächlich, er war direkt unter ihr, ein sehr merkwürdiges Verhalten für das Tier. Es wurde sogar noch seltsamer, denn der Lachs kam noch näher und begann an ihren durch das kalte Wasser steil aufgerichteten Brustwarzen zu knabbern. Ragnhild stockte der Atem.

****

So schnell sie konnte schwamm sie zum Ufer. Sie keuchte, als sie sich an Land auf die Knie fallen ließ. Ragnhild war keine Frau, die sonderlich ängstlich war. Aber ein knabbernder Lachs behagte ihr dann doch nicht wirklich. Schnell waren die Kleider angezogen und sie setzte sich unter ihren Baum. „Bei Odins Atem,“ fluchte sie vor sich hin. Wie ein kleines Mädchen schwamm sie vor einem Lachs davon. Albern. Doch ein Blick auf ihre immer noch aufgerichteten Brustwarzen ließ sie stocken. Sie brannte noch sanft, die eine. Die, ... „Reiß dich zusammen,“ sagte Ragnhild zu sich selbst. Dem tiefen Luftholen folgte eine gemütlichere Sitzposition. Sie streckte ihre Beine aus und rutschte ein wenig am Baumstamm herunter. „Magnus beschäftigt mich wohl zu sehr.“ Das letzte Frösteln verschwand beim Gedanken an seine gierigen Blicke. Wie selbstverständlich schloss Ragnhild die Augen und legte ihre Hand auf ihren Oberschenkel.  Mit einem leisen Seufzen spreizte sie die Beine ein wenig, sodass ihre Finger auf ihrer Innenseite unter den knappen Kittel glitten und auf ihren weichen Locken zu ruhen kamen. Immer wieder schossen ihr Bilder von Magnus durch den Kopf. Nein, nicht wirklich von ihm. Von dem, was seine Blicke mit ihr machten. Diese Wärme, die in ihr aufstieg. Besonders dann, wenn sein Blick einen Moment auf ihren Brüsten ruhte. Wie automatisch fand Ragnhilds andere Hand ihre harte Warze. Der Mund öffnete sich ein wenig und sie leckte sich einen Moment die Lippen. Ragnhild! Ermahnte sie sich leise. Doch die Wärme blieb in ihr. Wie auch die der Sonnenstrahlen hier an ihrem Lieblingsplatz. Langsam döste sie ein ...
 
... ihr Bett sah trotz der Enge des Raumes einladend aus. Das große weiße Kissen schaute nur ein wenig unter der Decke hervor. Ragnhild konnte schon erahnen, wie wohl sie sich gleich zwischen ihren Laken fühlen würde. Sie ließ sich auf ihre Matratze fallen. „Dich hatte ich ja ganz vergessen,“ grummelte sie vor sich her und zog ihre Kartenrolle unter der Decke hervor. Sanft glitten ihre Finger über das Pergament. Ragnhild kannte jedes einzelne Bild der Karte zu den Götterlieder.

****

Sie versuchte sich an die Verse der Skalden zu erinnern, während sie der Reihe der Götter mit ihren Fingern folgte... Bragi, Odin, Balder, Widar, Idun, Gefjon, Frigg, Freyja, Tyr, Freyr, Byggwir, Heimdall, Skadi, Sif, Beyla, Thor, Loki und Njörd. An Njörd erinnerte sie sich besonders gut, kichernd rief sie sich ins Gedächtnis was Loki ihm im Kreis der Götter auf den Vorwurf, er würde nur Bastarde gebären, entgegnet hatte:

Schweig doch, Njörd!
Geschickt warst du ostwärts
als Geisel fürs Götterreich;
in den Mund machten
dir die Mädchen Hymirs
und nahmen zum Nachttopf dich.

Bei dem Gedanken lief sie rot an, denn immerhin hatte Loki nur geschildert, was ja tatsächlich im Haus des Riesen passiert war. Wie das wohl war, einen Mann als Nachttopf zu benutzen? Nicht die Vorstellung, ihren Urin in seinen Mund laufen zu lassen, erregte sie, sondern ihr nacktes Geschlecht so unverhüllt und nahe an das Gesicht eines Mannes zu halten.
Sie hatte sich dort unten schon eingehend betrachtet, im blanken Spiegel des Wassers der Schale, wenn sie sich dort reinigte, sie konnte sich also den Anblick vorstellen. Das fein geringelte goldene Haar, die rosige samtene Zartheit der vorwitzig hervorschauenden Lippen. Ihr Duft würde sich über ihn ausbreiten, ihn einhüllen. Ob sein Bart sie wohl kitzeln würde? Vielleicht würde er sie ja damit absichtlich reizen, ganz sanft nur, bis sie sich von selbst stärker dagegen presste.
Oder.... ihr kam ein noch aufregenderer Gedanke. Vielleicht würde er sie ja mit seiner Zunge dort berühren. Eine lodernde Hitzewelle schoss ihr bei diesem Gedanken in den Kopf. Taten Männer so etwas? Sie hatte noch nie davon gehört, aber sie wusste, wie es sich anfühlte, wenn die Ziegen beim Füttern ihre Finger leckten. Diese Wärme, das Kitzeln, das war bereits am Finger angenehm, wie wäre das dann wohl dort unten. Taten Männer so etwas?
Sie legte die Karte zur Seite, schloss die Augen und versuchte sich das vorzustellen. Sie würde mit gespreizten Beinen regungslos daliegen. Würde Sie die Augen geschlossen haben? Vermutlich. Allein das Gefühl ihrer nackten freiliegenden Scham, seinen Blicken ausgeliefert, nur mit der Vorstellung was passieren könnte, das würde sie bereits in den Wahnsinn treiben. Sie würde nur Geräusche wahrnehmen können, und natürlich seinen Geruch, nach Mann, nach Leder, nach Eisen und nach Pferd. Vielleicht würde er sie warten lassen, bis es kaum noch zu ertragen war. Und dann, wenn sie kaum noch damit rechnen würde, würde sie Atemzüge spüren, einen Hauch von Wärme, von Feuchtigkeit. Sie würde wissen, die Zunge wäre da, unmittelbar davor, aber eben noch um Haaresbreite entfernt. Dieses Spiel würde er endlos ausdehnen, und dann, wenn ihr ganzer Körper in Flammen stand, ohne dass er sie auch nur berührt hatte, dann würde die Berührung kommen. Sie spürte die Zunge fast körperlich, wie sich an ihre Scham presste, fordernder als sie es erwartet hatte, fast etwas rau. Und irgendwie groß für einen Menschen. Sie runzelte die Stirn und öffnete die Augen. Das Gefühl zwischen ihren Beinen war immer noch da ...
 
... sie erwachte mit einem Ruck aus ihrem Traum und registrierte zwei Dinge. Sie war wie gelähmt und zwischen ihren Beinen stand mit gesenktem Kopf eine Wildpferdstute, die offenbar genussvoll ihre Scham leckte.

****

Ragnhilds gellender Schrei ließ die Stute sich aufbäumen. Aber sie blieb nach wenigen Metern stehen und begann sich am Gras zu laben. Noch immer gelähmt, nun noch vor Angst, beobachtete Ragnhild das Tier. Den Glanz des schwarzen Fells in der Sonne, die leicht geblähten Nüstern. Das Muskelspiel zwischen Schulter und Widerrist. Sie konnte nicht umhin, die Stute war wunderschön. Und diese Augen. Gebannt erwiderte Ragnhild den Blick des Tieres. Beim Ragnarök! Blinzelte die Stute ihr zu? Zitternd schüttelte sie ihren Kopf und suchte erneut den Blick des Tieres. Es war ihr, als sähe sie ein erneutes Blinzeln. Wie in Trance erhob sich Ragnhild und ging langsam auf das Tier zu. Ein leises Wiehern schien sie willkommen zu heißen, als sie ihre Hand wie gebannt auf den Nasenrücken der Stute legte. Das Schauern zog sich vom Mähnenkamm bis zur Hinterbacke. Das Schnauben kitzelte Ragnhilds Unterarm. Staunend streichelten ihre Finger über das Jochbein, die seidigen Nüstern und hielten am weichen Maul an. Wie von selbst lehnte sich ihr Oberkörper an den Hals, ihr Rücken an die Schulter der Stute. Sanft kraulten ihre Finger die Stirn des leise schnaubenden Tieres. Ragnhild genoss die Wärme, die von ihm ausging, und schloss einen Moment die Augen.
„Ragnhild!“ Der Schrei riss sie aus ihrem Genuss. Der Kopf des Tieres schoss herum und ihre Blicke trafen sich. Nur einen Moment sah die junge Frau den Lachs in dem glänzenden Dunkel der Augen. Dann brach sie neben dem Tier zusammen.

****

Als sie wieder zu sich kam, lag sie immer noch auf der Wiese, aber die Stute war fort. Dafür stand dort ein altes Weib, das sie wütend und herrisch anblickte: „Was tut du an diesem Ort, er ist verboten für solche wie dich!“ Ragnhild setzte sich auf. „Aber ich komme seit Jahren hierher....“ Die Alte kam wütend näher. „Schweig, du nichtsnutziges Ding! Nicht für dich ist er bestimmt, besudelt hast du ihn!“
Ragnhild senkte die Augen, Gehorsam und Ehrfurcht vor den Alten war ihr schon als kleines Mädchen mit der Rute beigebracht worden. „Ich bitte um Verzeihung!“ Die Alte schüttelte herrisch den Kopf „Das wird nicht reichen, fürchte ich.“ Sie deutete auf das Seeufer, wo einige Birkensträucher wuchsen. Ragnhild verstand und erhob sich seufzend. Sie brach eine Handvoll Birkenreiser vom Strauch und umwand sie mit dünnen Ranken. Die fertige Rute übergab sie der Alten und drehte ihr ergeben den Rücken zu.
Sie schloss die Augen und erwartete den Schmerz, der dünne Kittel würde ihren Rücken kaum schützen. Aber er kam nicht. Nach einer gefühlten Ewigkeit drehte sie sich zu der Alten um, die sie hämisch angrinste. „Nicht so. So wie du als kleines Mädchen gestraft wurdest.“ Ragnhild schluckte. Scham wallte in ihrem Inneren auf, doch ihre Erziehung war stärker. Sie beugte sich tief hinab und raffte widerstrebend ihren Kittel um ihre Taille. Automatisch streckte sie ihren nackten Hintern heraus, aber im Gegensatz zu früher spürte sie überdeutlich, wie sich ihr Geschlecht mit dem von der Zunge der Stute noch nassen Haar zwischen ihren leicht gespreizten Beinen hindurch der Alten entgegenstreckte.
Inzwischen zitterte sie, vor Scham, vor Angst, aber auch weil sie spürte, dass der Blick der Alten deutlich länger als nötig auf dieser Stelle verweilte, sie schien es geradezu zu genießen. Ragnhild schloss die Augen und biss sich auf die Lippen. Sie war auf brennenden Schmerz vorbereitet, deshalb entfuhr ihr ein Schrei, als die Blätter der Rute sie stattdessen an ihrer Scham kitzelten.

****

Ganz automatisch presste sie die Beine zusammen, was die Alte mit einem brennenden Schlag auf ihren Hintern quittierte. „Halt still,“ zischte es in Ragnhilds Ohr, „oder soll ich dich gleich auf den Marktplatz führen und dich dort so zur Schau stellen?“ Die Birkenreiser verfingen sich in ihren feuchten Locken, als die Rute zwischen ihre Beine glitt. „Weiter auseinander!“ herrschte die Alte. Kaum kam Ragnhild der Aufforderung nach, fühlte sie den Lufthauch des Ausholens auf ihren feuchten Lippen. Doch statt des erwarteten Schlages traf sie wieder nur ein Kitzeln ihrer Scham. Dieses Mal endete es jedoch nicht sogleich, stattdessen fuhr das Reisig mit ein wenig festerem Druck ihre Spalte entlang. Ragnhild hielt die Luft an – glich die Berührung auch nicht einer rauen Zunge, so reizte sie doch. Ihr Becken bewegte sich mit der Richtung der Rute. Wieder zischte das Reisig schmerzhaft auf ihren Hintern. „Ich wiederhole mich ungern. Du scheinst es nicht begreifen zu wollen.“ „Verzeihung,“ murmelte die Junge. Leicht zitternd hielt sie nun wirklich still, als die Rute wieder den Weg zwischen ihre Beine fand. Sie war sich dabei ihrer Blöße wohl bewusst. Und Ragnhild war froh, dass ihre roten brennenden Wangen von ihrem Haar bedeckt waren. Vor und zurück glitt das Reisig. Hin und wieder kühlte ein Windhauch ihre anschwellende, feuchte Scham. Hitze machte sich in ihrem Unterleib breit. Brennende Hitze. Ja. So ähnlich musste sich ihre Reaktion auf seine Zunge anfühlen. Wenn Männer das denn tun. Mit einem leisen Stöhnen spreizte sie ihre Beine ein wenig weiter. Nur um in der Vorahnung des zu erwartenden Schmerzen zusammenzuzucken. Aber nichts dergleichen kam. Stattdessen klang es in ihrem Kopf

The God of Fire I was called, but god I am no more:

I owe this fate to Balder, and to Odin, and to Thor.
 
Erschrocken drehte sie sich um und stellte fest, dass sie alleine war. Tief ging ihr Atem, als sie wieder und wieder den Klang in ihrem Kopf vernahm. Alles an ihr brannte, ihre Brustwarzen, ihr Hintern, ihre Scham. Plötzlich war es ihr, als küsste der Wind ihren Handrücken und ein Schatten fiel auf ihren Körper. Erstaunt blickte Ragnhild nach oben.

****

Über ihr kreiste ein ungewöhnlich großer Steinadler. Vorsichtig versuchte Ragnhild zum Rand der Wiese zu gelangen um sich dort im Unterholz zu verbergen. War sie in Gefahr? Sie wusste, dass diese Adler auch junge Steinböcke angriffen, und dieser hier war um einiges größer als die, die sie bisher gesehen hatte. Der Adler schoss auf sie zu, strich so knapp über sie hinweg, dass sie den heißen Luftzug deutlich am Kopf spürte. Ragnhild kauerte sich instinktiv zusammen, erwartete jederzeit den sengenden Schmerz seiner Fänge in Schultern oder Kopf zu spüren, aber nichts geschah. Vorsichtig öffnete sie die Augen. Der Adler saß vor ihr auf der Wiese und schaute sie regungslos mit seinen bernsteinfarbenen Augen an. Tief in Ragnhild regte sich etwas, sie spürte das sanfte Saugen des Lachses an ihren Brustwarzen, die warme Zunge der Stute an ihrem Geschlecht, die Rute der Alten auf ihrem Hintern, alles gleichzeitig und immer stärker werdend. Ihr Atem ging schneller, ihr wurde heiß, es fühlte sich an, als würde ihr Körper in Flammen stehen. Unter dem starren Blick des Adlers erhob sie sich und taumelte auf das Tier zu. Unterwegs warf sie den Kittel ab, unerträglich schien ihr inzwischen das Gefühl des Stoffes auf ihrer brennenden Haut. Der Adler reckte die Schwingen in die Höhe und explodierte vor ihren fassungslosen Augen in einer Feuersäule. Ragnhild blieb stehen, hin und her gerissen von dem Wunsch panisch zu fliehen und dem lodernden Verlangen in ihrem Blut, das sie vorwärts zog. Aus den Flammen trat ein ungewöhnlich schöner nackter junger Mann mit seltsam bernsteinfarbenen Augen. Die Erkenntnis traf sie wie eine Axt und nahm ihr den Atem. Die Lieder und Erzählungen über den Vielgestaltigen, die sie von Kind auf an kannte, kreisten in einem Feuerrad durch ihren Kopf, bis er zu zerspringen drohte. Sie fiel auf die Knie, presste die Hände an den Kopf und schrie. Kurz bevor sie die Schwelle zum endgültigen Wahnsinn übertrat, spürte sie die Berührung seiner Hand auf ihrem Scheitel und die Flammen in ihrem Kopf erloschen. Zögernd hob sie den Kopf und blickte zu ihm auf. Er lächelte sie an und sprach leise mit einer Stimme, in der das Knistern der Flammen, das Wiehern der Stute, der Schrei des Adlers und sogar das Keifen des Weibes vereint waren: „Idun in Gestalt einer Sterblichen. Komm.“ Ragnhild erhob sich und sank in seine brennende Umarmung, während sie vor sich hin summte, was ihren Geist erfüllte:

Sun-kissed and god-blessed and caressed by glorious honeyed fire
Undressed and cherished I care less what others think of me

****
 
Loki musterte die Jugend in seinen Armen. Jeder Zentimeter ihrer Haut schien zu glühen, glitten seine Augen über sie. Der Gott trat einen Schritt zurück und Ragnhild musste ihren Blick senken, blendete sie doch seine gleißende Gestalt. „Schließ deine Augen,“ raunte die schon vertraute Stimme des Vielgestaltigen in ihren Sinnen. Sie tat wie ihr geheißen und fühlte, wie ihr Körper Stück für Stück wärmer und wärmer wurde. Ihre Fesseln hinauf zu ihren Kniekehlen, über ihre Schenkel zu ihrem Becken, in dem die Wärme zur allumfassenden Hitze wurde. Sanft züngelten die Flammen über ihre Taille, die Ansätze ihrer Brust hinauf zu ihren Schultern. Sie schlängelten sich um ihren Hals. Ragnhilds Stöhnen glich einem Jauchzen, als sie ihre Arme hob und ihre Finger über ihrem Kopf mit den Flammen zu spielen schienen. Loki lächelte. Tanz für mich, Idun.
Ihr gänzlich von Flammen umrankter Körper wand sich, ganz wie er es wünschte, erhöhte er die Dichte des Feuers an den unterschiedlichsten Stellen. Längst hatten Scheu und Scham sie verlassen. Hemmungslos stöhnte sie, als die erste Flamme sich mit ihrer Feuchtigkeit vermischte und in sie drang. Als sie auf die Wiese sank, streichelten die Ascheflocken ihre Haut und hinterließen eine samtige Kühle im Kontrast zu dem Brennen, das – schwächer nun – noch immer ihren Körper umschlang. Schwer atmend öffnete Ragnhild die Augen. Die bernsteinfarbenen lächelten sie an, bevor der Vielgestaltige ihren Mund nahm. Intensiver noch als jede Flamme brannte seine Zunge auf ihren Lippen, tanzte mit der ihren, reagierte fordernd auf ihr Ächzen. Er führte ihre Hände über ihrem Kopf zusammen und fesselte ihren Blick. Jedes Bild, das sie in seinen lodernden Pupillen sah, war Öl im Feuer ihres Körpers. Sie fühlte die weichen Schwingen des Adlers, die sie trugen. Das samtige Schnauben der Stute, das ihre Haut vermeintlich beruhigte, mischte sich mit der Kühle des Lachses, der an ihrem Körper entlang glitt. Sie erahnte mehr, als dass sie es klar erkennen konnte, das Flammenmeer, das sich zunächst langsam in seinen Pupillen ausbreitete, als seine Hände ihre Pobacken umfassten und ihr Becken fest gegen sein Glied pressten. Das sie umgebende tosende Lodern war nichts im Vergleich zu der Erfüllung, als er in sie drang. Ihr Körper schien zu explodieren, als Loki mit einem tiefen Stöhnen den zaghaften Widerstand ihrer Jugend in ihr überwand. Alles an ihr, in ihr war Feuer. Mit nur einer Sehnsucht: sich seinem Ursprung gänzlich hinzugeben.

****

Feuer traf auf Feuer und löschte jedes bewusste Denken in ihr aus.

Es war schon fast Abend als Ragnhild wieder zu sich kam. Benommen blinzelte sie in die langsam untergehende Sonne. Zitternd erhob sie sich. Ihr war kalt, sie fühlte sich etwas wund, ihr ganzer Körper schmerzte. Hatte sie geträumt, oder war das alles wirklich geschehen? Es erschien ihr alles so unwirklich.... Sie sah an sich herab. Ihre Haut war rosa wie die eines Neugeborenen, jegliches Haar mit Ausnahme ihres Schopfes war unter den Liebkosungen des Feuers zu feiner Asche verbrannt. Ragnhild ergriff ihren Kittel, warf ihn über und machte sich auf den Heimweg, so schnell es ihr schmerzender Körper erlaubte.

2 Jahre später
...

Ragnhild schaute zur niedrigen Decke der Hütte empor, verfolgte träge das Krabbeln der Fliege an der Decke. Neben sich spürte sie die Wärme des Körpers von Magnus, hörte das vertraute Geräusch seines Atems. Sie ließ ihre Gedanken wandern, während sein Sperma langsam an ihren Schenkeln trocknete. Sie hatte den Ort in den Bergen wieder und wieder besucht, voller Sehnsucht und Verlangen, aber er war nie wieder erschienen. Unzählige Male war sie geschwommen, doch kein Lachs wollte sich ihr nähern, die Pferde auf der Koppel sahen sie nur an, wie Pferde das eben tun und auch die Adler am Himmel würdigten sie keines Blickes. Obwohl sie durch ihr Verhalten im Dorf als etwas seltsam galt, hatte Magnus sie geheiratet und seit 4 Monaten war sie nun seine Frau, teilte die Lagerstatt mit ihm. Sie lächelte. Zuerst war er irritiert über ihren Körper, die Haare waren nie wieder nachgewachsen, aber inzwischen erkannte er durchaus die Vorteile. Er war keine Stute, aber inzwischen hatte sie zu ihrer Freude erfahren, dass auch Männer „dies“ tun, sie spielten öfters „Njörd in Hymirs Haus“. Sie schmiegte sich an Magnus und glitt langsam in den Schlaf, während ihr Blick auf der Fliege an der Wand ruhte. Der Schlaf kam schnell, und so bemerkte sie weder, dass die Fliege sie unverwandt mit ihren großen Facettenaugen anstarrte, noch hörte sie das leise Lachen...

 

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Nachwort

Ragnhild Eiriksdóttir ist eine historische Gestalt, lebte allerdings 1200 Jahre später, es handelt sich also um eine zufällige Namensgleicheit :) Auch ist "Norwegen" eher als geographische Angabe zu verstehen, zur Zeit der Geschichte gab es dort keinen Staat im heutigen Sinne.

Die kursiven Stellen sind nicht von uns, sondern Zitate, der erste Vers stammt aus der älteren Edda, genauer aus der Lokasenna, der zweite aus „Ragnarök - Loki’s Song“ von Thesilée, die Zeilen zum Schluss sind aus "Llammas Song" von Inkubus Sukkubu. Die Bilder sind aus dem Netz, außer die Flamme, die ist von mir. Falls sich jemand fragt, warum eine Bäuerin aus dem vorchristlichen Skandinavien ohne Problem englisch versteht: Babelfisch

Die Idee basiert auf dem Gestaltenwandleraspekt von Loki. (siehe "über mich" in meinem Profil). Außerdem wollte tat nichts mehr mit pipi (wie beim letzten Mal)  und was Neues sollte es auch sein. Insofern boten sich die Tiere an. Das als Warnung an den nächsten der die Aufgabe mit mir macht, ich versuche mich von Story zu Story zu steigern *g 

So, und für alle, die bis hierher so tapfer durchgehalten haben, gibts noch eine feine Belohnung, die nicht zur Geschichte gehört:

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