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Die erotische Bi-Geschichte

leichte Aufgabe (allgemeine Aufgabe) Übersicht
 
Die meisten TorDler halten sich ja für sexuell aufgeschlossen und tolerant.
Deswegen ist nun wirklich mal Fantasie gefragt...

Verfasse für uns eine erotische Geschichte in der die beiden Hauptakteure deinem Geschlecht angehören. Das diese bi sind, ist kein muss, sie können auch homosexuell sein, nur eben nicht heterosexuell.

Ansonsten musst du keine Vorgaben beachten, ausser dass eine Geschichte nicht nur aus 10 Sätzen besteht :)



Dauer: 7 Tage    Kamera: Nein    Für: Männer, Frauen, Paare    erstellt: 19.01.2006   
Kategorie 1: literarisch    Kategorie 2: Bi, Schreibaufgabe   
Adultshop
gelöst  23.02.2013 11:33  



Nachdenklich sass Daniel im Sessel, das Glas in der Hand. Er versuchte, seine Gedanken zu ordnen, sich zu erklären, wie er an diesen Punkt gekommen war. Wo diese Gedanken herkamen. Und diese Gefühle. Mit denen hatte er schon immer Schwierigkeiten.

Angefangen hatte das alles irgendwann in den letzten Jahren. Schon seit Pauls Geburt war Sandra nicht mehr wie früher, sie war immer müder, lustloser geworden, kam abends erschöpft nach Hause und hielt es, wenn's gut ging, noch ein, zwei Stunden vor dem Fernseher aus, bevor sie ins Bett ging. Als dann die Kleine unterwegs war, hatte er beschlossen, zu Hause zu bleiben - und irgendwie gehofft, damit würde alles wieder gut werden. Oder zumindest wieder besser.


Es dauerte, bis er sich an den neuen Rhythmus gewöhnte, ihm fehlte die Arbeit, das sichtbare Ergebnis des Tages, der Austausch mit Gleichgesinnten, dafür schien die Routine im Haus nie aufzuhören. Aber ein halbes Jahr war Paul jetzt im Kindergarten und seither bekam er auch wieder Kontakte zu anderen Erwachsenen, wurde langsam aber sicher eingebunden in das Netzwerk der Eltern, dessen Verbindungsknoten die Kita und der grosse Spielplatz im Park war. Paul war inzwischen dick befreundet mit Lukas, der fast gleichaltrig war und um die Ecke wohnte, und Lukas` Eltern waren auch sehr sympathisch. Er hatte Anne in der Kita und dann auf dem Spielplatz näher kennengelernt, sie waren ins Quatschen gekommen und irgendwann, später, kam dann auch Pauls Vater, Markus, dazu. Seitdem unternahmen sie gelegentlich etwas mit den Kindern - und nie war ihm bisher aufgefallen, wie Markus ihn manchmal musterte. Bis heute.

Markus war mit einer Erkältung zu Hause geblieben und hatte Daniel angerufen, ob er Lukas  aus dem Kindergarten mitbringen könnte, die Kinder hatten sich umgehend ins Spielzimmer verkrümelt und Daniel leistete Markus kurz Gesellschaft in der Küche.
Und da war er das erste Mal nicht zu ignorieren, dieser musternde Blick. Markus drückte sich in der engsten Stelle der Küche an ihm vorbei und legte ihm dabei, wie zufällig, beide Hände auf die Schultern, "Geht schon" sagte er. Und hielt ein bisschen zu lange inne.

Sie hatten schon öfters, wenn die Kinder drüben spielten, geredet, auch Über ihre Beziehungen. Daniel hatte den Eindruck, es liefe überall auf das Gleiche hinaus, Harmonie, Schmetterlinge und rosa Wolken bis zum ersten Kind, dann noch ein paar Jahre des Versuchens und dann, irgendwann, gab man auf. War nicht mehr so wichtig. Nicht so wild. Und wenn die Kleinen dann schliefen und die Waschmaschine fertig war, war man selber auch bettreif - schliesslich ging morgens das Gequake ja wieder los. Nur manchmal - und auch das fiel ihm erst jetzt, als er darüber nachdachte, auf - hatte Markus vage Bemerkungen gemacht, daß das ja nicht alles sein könne, daß es da ja noch was anderes geben müsse - und daß sie doch mit den Kindern auch gut ohne die Mütter klarkämen.


Und nun stand er hinter Daniel, der die warmen Hände durch sein Hemd hindurch auf den Schultern spürte. "Was..." versuchte er zu fragen, aber mit einem "Pssst, jetzt nicht!' brachte Markus ihn zum Schweigen. In Daniels Kopf stolperte alles übereinander, seine Erziehung, seine Glaubensgrundsätze auf der einen Seite, auf der anderen diese Hände und der Atem in seinem Nacken, die in ihm wieder das Gefühl wachriefen, das er langst vergessen, verschüttet geglaubt hatte, dieses Gefühl, begehrt zu werden.
Er fühlte, daß Markus seine Reaktion abwartete, selber unsicher war. Versuche, seine Verunsicherung nicht sofort zu zeigen, die Anspannung auszuhalten. Dann spürte er die Lippen in seinem Nacken, sacht, forschend. "Wie lange wartest Du eigentlich schon darauf, daß sich was ändert?" hörte er neben seinem Ohr. Daniel schloß die Augen und stütze sich mit den Händen auf der Arbeitsplatte ab. Er spürte, wie sich eine Hand von seiner Schulter löste und über seinen Brustkorb glitt, hielt den Atem an, als sie die Knöpfe seines Hemdes suchte, spürt das Gewicht des anderen, der sich an ihn lehnte, ohne ihm dabei den Atem zu rauben, überließ sich der Welle von Gefühlen, die in ihm emporbrandete. Er wollt jetzt nicht denken, nicht Über das, was geschah, auch nicht darüber, was Ufer Konsequenzen es haben würde. Noch mit geschlossenen Augen drehte er sich um, in die Umarmung hinein, fand Markus´ Lippen. Wie in Trance versank er, schmeckte den unbekannten, aber doch seltsam vertrauten Geschmack von Mann, ganz kurz schaltete sich seine Ratio wieder ein und blitze ein letztes, verzweifeltes "so schmeckt das also auch Sandra" ein, wurde aber sofort weggespült von den Eindrücken des Kusses,der Lippen - und der Hand, die inzwischen ziemlich fordernd an seinen Hintern griff. Selber griff er zwischen die beiden Körper, spürte den erigierten Schwanz des anderen; über den Zustand seines eigenen war er sich bereits seit Längerem im Klaren, der signalisierte ihm klar, was ihm gefiel. Schwer atmend suchte er nach dem Gürtel seines Gegenübers.

"Duuuuuurst!"

Die beiden Männer stoben auseinander, Daniel schaute angelegentlich auf den regennassen Spielplatz im Hinterhof, während er versuchte, seine Kleidung wieder in Ordnung zu bringen; Markus versteckte sich  hinter der offenen Kühlschranktür auf der Suche nach Apfelsaft.

Bald danach gingen sie nach Hause, Lukas brauchte auf  einmal Ruhe, Daniel hatte plötzlich noch unendlich viel vorzubereiten und Paul war glücklicherweise müde und ihn ins Bett zu bringen war heute eine Kleinigkeit.

Und nun saß Daniel da, in seinem Sessel, mit einem Glas Whisky, und dachte nach, während draußen die Nacht hereinbrach.

Er würde jetzt eine Entscheidung treffen müssen.