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Dein Traumpartner

schwere Frage (Newbie) Übersicht
 

Stelle Dir vor, Du könntest Dir für einen Tag Deinen Traumpartner „ basteln“.
Wie sieht er aus ? Welche Augenfarbe – Haarfarbe ? – beschreibe Ihn/Sie möglichst genau.
Und dann erzähle uns, wie Euer gemeinsamer Tag abläuft ?
Wo geht ihr hin ?
Was macht ihr so den ganzen Tag ?
Wieviel Zeit nimmt der Sex in Anspruch ?
Über welche Themen unterhaltet ihr euch ?

Achte auch auf Deine Rechtschreibung! Oder lass Dir von der Rechtschreibkorrektur in Deinem Browser helfen.



Dauer: 10 Tage    Kamera: Nein    Für: Männer, Frauen, Paare    erstellt: 26.02.2003   
Kategorie 1: kreativ    Kategorie 2: Wünsche/Phantasien, Kreativ, Partnerschaft   
Adultshop
gelöst  14.08.2006 14:54  


Ein Sonnenstrahl kitzelt mich wach und ich schwanke einen Moment, ob ich mich einfach nochmal umdrehen und weiterträumen oder die Augen gleich aufmachen sollte. Aber immerhin ist es ein Sonnenstrahl und heutzutage sind die rar - solche Sommer wie früher, zu Großvaters Zeiten, gibts ja heute kaum noch zu kaufen.
Also klappe ich die Augen auf, dreh mich zur Seite und schaue sie, die noch schläft, an. Ich mag sie, ich mag ihre kurzen Stoppelhaare, ihr schmales Gesicht, ihre großen braunen Augen, die sie jetzt noch hinter den blassen Lidern versteckt hält. Ich mag ihren zähen Körper, der manchem vielleicht mager erschiene, mag es, ihre Muskeln spielen zu sehen, wenn wir miteinander kämpfen, mag den hellen Flaum im Gegenlicht, mag ihre kleinen Brüste, die so wunderbar in meine Hände passen. Ich beuge mich sacht über sie, betrachte ihr Gesicht, streichle ganz sacht mit einem Finger über ihre Wange und ihr Kinn, bis sie aufwacht und mich ansieht, mit diesem dunklen Blick, in dem helle Sterne blinken, die ihr Erwachen und das ihrer Frechheit ankündigen...

Später frühstücken wir ganz gemütlich mit Croissants und Marmelade und Rührei und Tee im Sonnenlicht, bevor wir uns irgendwann gegen Mittag aufraffen, rauszugehen. Wir packen Wasser und Kameras ein und bummeln durchs Grüne oder durch die Stadt, mal hier lang, mal dort lang, ohne irgendwelchen Zeitdruck, wir erzählen uns Geschichten von früher, unterbrechen sie für andere Geschichten, die uns dabei einfallen und die wir wiederum für andere Geschichten oder Erinnerungen unterbrechen, bis es irgendwann unmöglich ist, das wieder zurückzudröseln, von Jugenderinnerungen über Musik, Filme, Kirchengeschichte bis hin zu Literatur und Politik, vom Hundertsten aufs Tausendste kommend - aber das macht nichts, da man irgendwann eh wieder bei dieser Geschichte landen wird und sie dann weitererzählen kann.
Wir machen uns gegenseitig auf Dinge am Wegesrand aufmerksam, auf Fotomotive, auf Situationen - und die triggern ihrerseits wieder andere Erinnerungen, so daß uns der Gesprächsstoff nie ausgeht.
Und so laufen wir nebeneinander her, ab und zu greift einer nach der Hand des anderen, dann sind wir ein händchenhaltendes Pärchen, ab und zu braucht einer - also ich - beide Hände zum Reden, dann löst sich das wieder auf. Und so wechseln sich Zeiten, in denen wir reden, ab mit Zeiten, in denen wir schweigend nur die Gegenwart des anderen genießen und mit Zeiten, in denen wir um potentielle Bilder herumschleichen. Denn auch beim Fotografieren sind wir, wie beim Wandern oder beim Kochen am Abend, auf einer Wellenlänge, verstehen uns nahezu blind, haben ein Gefühl dafür, was der andere jetzt grad sieht, wenn er in eine bestimmte Richtung starrt.

Abends kochen wir, gemeinsam. Es ist ein Ritual, man verläßt sich blind aufeinander, aber man guckt sich dabei auch gegenseitig über die Schulter. Zum Kochen gibts einen trockenen Sherry, der entspannt ein bißchen, gibt Ruhe und man kann sich gegenseitig immer so schön das - angeblich grad störende - Glas aus der Hand nehmen und wegstellen - auch dies ein Ritual, das meist mit ineinander verflochtenen Fingern endet, ebenso wie die spielerischen, halb versehentlichen Berührungen, wenn man in der engen Küche umeinander herumtanzt. Das Essen selber ist dann zwar auch schön, aber lange nicht so schön wie das Machen...

Und nach dem Essen und wenn der erste Ansturm der Schläfrigkeit überwunden ist, würde ich SilverG bitten, mir sein Zeitfenster zu borgen, ein einziger Tag mit ihr braucht schon mehr als 24 Stunden und da nehm ich dann auch in Kauf, daß ich später etwas unausgeschlafen bin. Also noch ein paar Stunden extra, sechs, acht Stunden, so viel Zeit muß sein.
Wir setzen uns ins Auto, schauen uns lange an. Dann verbinde ich ihr schweigend die Augen, küsse sie noch einmal und fahre los, nach irgendwo. Wir unterhalten uns, hören Musik, kommen irgendwo an, ich helfe ihr beim Aussteigen, nehme dann den vorsorglich gepackten Rucksack mit. Wir gehen eine Anhöhe hinauf und dann erst weiß sie, was ich ihr zugedacht habe, sie hört das Rauschen, das mit jedem Schritt lauter wird, riecht das Salz in der Luft, spürt den feinen Sand unter ihren Füßen, der das Gehen schwerer macht, hört das Geschrei der Möwen. Später, ohne Augenbinde, werden wir beide auf dem Rücken liegen, uns gegenseitig die Sternschnuppen zeigen, die Satelliten, uns darüber streiten, wo welches Sternbild ist - und irgendwann, Hand in Hand, einschlafen...

Ein Sonnenstrahl kitzelt mich wach und ich frage mich, ob ich das nun alles nur geträumt habe oder ob dieser Tag Wirklichkeit war; ob ich mich einfach nochmal umdrehen und weiterträumen oder die Augen gleich aufmachen sollte.
Aber immerhin ist es ein Sonnenstrahl und heutzutage sind die rar - solche Sommer wie früher, zu Großvaters Zeiten, gibts ja heute kaum noch zu kaufen...