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Dunkelrestaurant

leichte Frage (Newbie) Übersicht
 

Hast Du schonmal von Dunkelrestaurants gehört? In einem Dunkelrestaurant (in Berlin gibt. es z.B. das Unsichtbar und Nocti Vagus, aber auch in anderen Großstädten kann man solche Lokale besuchen) ist alles etwas anders als in einem normalen Restaurant. Man bekommt von den blinden Kellnern meist Menüs serviert, die auch ganz normal gegessen werden können, wenn man denn in der absoluten Dunkelheit die Gabel zum Mund führen kann, rausfindet, ob und wo etwas auf dem Teller ist, das Glas nicht umkippt, das Messer nicht runterwirft.... Man hört es auch öfter mal klirren ;) Warst Du bereits in einem solchen Restaurant?

Sinn der Sache ist einerseits, Arbeitsplätze für Behinderte zu bieten, andererseits aber auch die Kommunikation zwischen Sehenden und nicht-Sehenden zu fördern, aber auch den Sehenden einen Einblick in eine andere Welt zu schaffen und als Besucher Erfahrungen zu sammeln, an die man vielleicht vorher gar nicht dachte. Die Kellner sind auch nicht nur Kellner, sondern sie betreuen die Besucher wirklich, sind unterstützend tätig, geben gue Tips und beantworten auch gerne Fragen.

Wenn Du bereits in einem Dunkelrestaurant warst, dann erzähl uns davon. Mit wem warst Du dort? Wie war es? Was hast Du empfunden? Hast Du spannende Entdeckungen gemacht?`Und das allerwichtigste natürlich für Tord - wenn Du mit einem Spielpartner dort warst, hatte die Dunkelheit etwas sinnliches / romantisches / erotisches (habt ihr vielleicht sogar miteinander gespielt, wenn es eh keiner sehen konnte?) oder war es trotz der anregenden Begleitung eher gruselig oder lustig? Wenn Du mit jemand anderem dort warst, kannst Du Dir vorstellen, wie es mit einem Lover dort wäre? Wenn Du noch nie dort warst, erzähl uns einfach alles, was Dir dazu einfällt und ob Du es Dir als erotisches Erlebnis vorstellen könntest.



Dauer: 3 Tage    Kamera: Nein    Für: Männer, Frauen, Paare    erstellt: 12.09.2014   
Kategorie 1: erotisch    Kategorie 2: Erlebnisse   
Adultshop
gelöst  09.12.2015 21:49  


Da habe ich doch mal wieder den Mund aufgerissen im Komentar und nun bin ich mir gar nicht mehr sicher ob ich so viel zu erzählen habe wie da im Kopf war. 

Als ich vor Jahren das erste Mal von solchen Lokalen hörte war ich fasziniert. Wie sollte das funktionieren. Bin ich es doch gewohnt mich auf meine Augen zu verlassen. Andererseits, die Vorstellung die Sicht genommen zu bekommen in bestimmten Situationen finde ich ja auch interessant. Dann hatte ich an einer meiner letzten Arbeitsstellen auch noch einen blinden Kolegen den ich einfach nur klasse fand. Da war schon auch Neugier vielleicht ein wenig nach empfinden zu können wie es ihm geht wenn er bei Geburtstagsfeidern oder so mit uns zum Essen geht. Damit war klar ich wollte einmal ein Essen in einem solchen Lokal erleben.

Und dann bekam ich tatsächlich zu meinem Geburtstag einen Gutschein für ein Diner in the Dark geschenkt. Telefonisch reservierte ich bei dem entsprechenden Lokal einen Termin und fieberte dem Abend entgegen. Das Lokal war mitten in München in einem schönen alten Haus. Ich kann es nicht beschwören, aber ich glaube wir waren im Einsäulensaal des Lokals Alter Hof. An der Bar gab es einige feine Sachen um sich die Wartezeit zu verkürzen. Brauchten wir, aber nicht weil wir relativ pünktlich vor Ort waren.

Dann gab es eine Kurzeinweisung wie die folgenden Stunden ablaufen würden. Es wurde auch mitgeteilt, wer zwischendrin auf Toilette (belauchtet) müsse oder rauchen oder ... der solle sich durch Zuruf melden und werde dann hinausbegleitet. Um Paare oder kleine Gruppen nicht ganz zu trennen, es sei denn es wurde gewünscht, wurde dann etwas vorsortiert bevor es, Hand auf der Schulter des Vordermannes los ging durch einen Vorhang, durch einen kleinen Raum, einen weiteren Vorhang ... ich glaube nach drei Vorhängen waren wir dann angekommen und wurden zu unseren Plätzen geführt. (Wanderte meine Hand doch nach dem ersten Vorhang schon mal an den Hintern meines Vordermannes. ;-) ) Das heißt nicht, dass Paar nun Zweier-Tische bekamen, aber man saß halt nebeneinander oder gegenüber. Dann ging es los wie bei jedem normalen Restaurantbesuch. Getränkewünsche wurden entgegengenommen. Und die Getränke dann auch serviert. Na, toll, hoffentlich klappt das auch das ich nicht das Glas des fremden Nachbarn dann erwische oder etwas umschütte. Und, ach wie nett, auf den Tischen stand dann noch Wasser zur Selbstbedienung. ;-)Ich für mich merkte dann aber doch schnell auch im Dunkeln funktioniert meine Orientierung halbwegs. Schnell wußte ich wie weit ich die Hand in welchem Winkel über den Tisch gleiten lassen muss um mein Glas zu finden. Und bzgl. des Essens bekamen wir bei jedem Gang so ungefähr eine Vorstellung vom Teller in dem uns gesagt wurde, Beilagen auf 12 Uhr, Fleisch auf 6 Uhr oder zumindest in der Art. Komisch das niemenad der vegetarisch bestellt hatte dann Fleisch bekam, zumindest habe ich da keine Beschwerden gehört und irgendwie glaube ich man hört besser in solchen Situationen.

Was dann während der folgenden Gänge im Einzelnen serviert wurde weiß ich leider wirklich nicht mehr, aber es war überraschend. Nicht ein Gericht erkannte ich. Der Geschmacksinn schien mir deutlich stärker gekitzelt als wenn ich sehe was ich esse. Nett war es mit den Nachbarn zu plaudern ohne wirklich zu wissen wer denn nun da sitzt. Fiel doch das Gefühl, die Nase gefällt mir nicht, den Mensch mag ich nicht vollkommen weg. So nahe kam man sich ja nicht das man das Gegenüber/Nebendran ertastet hätte. Ja, außer meine Begleitung nach der fasste ich schon ab und zu, manchmal auch etwas unsittlich muß ich gestehen. Aber es war mehr ein stell Dir mal vor, Keiner weiß es und ein Versprechen für später. Das Erlebnis an sich stand einfach so im Vordergrund und beanspruchte die Sinne das mehr kaum nötig war.

Zwischen den Gängen bekamen wir Kleinkunst geboten. Mal ein Gedicht, mal ein kurzes Liedchen. Und immer ein Ratespiel was haben wir eigentlich gerade gegessen. Es war wirklich witzig was da so Alles zusammen phantasiert wurde.Und dann kam der Moment das der nachtisch gegessen und der letzte Espresso getrunken war. Langsam wurde das Licht hoch gedimmt. Wir saßen in einem edlen Raum mit einer U-förmigen Tafel. An den Seiten befanden sich jeweils nochmal getrennt kleinere Tische. Die Tische mit, zum Großenteil immer noch, weißen Tischdecken. Das noch vorhandene Geschirr sehr schön und nicht in der Art, die sehen ja nichts ist ja egal. Es wurden uns dann noch Teller gezeigt mit unserem Menue damit wir eine Vorstellung bekommen wie es ausgesehen hat.

Also insgesamt war das Essen schon kribbelig, aus eigenem Antrieb auch andeutungsweise erotisch, aber an erster Stelle spannend und auch sinnlich. Ich glaube richtig beschreiben kann ich das gar nicht. Auf jeden Fall würde ich so etwas nochmal mitmachen und da könnte ich mir dann auch noch etwas mehr Fummelei vorstellen.